Wahlperiode 2014/2020 - Halbzeit

Mit dem Bürgerhaus hat die Gemeinde im September 2014 ihr teuerstes Gebäude aller Zeiten fertig gestellt. Auch die größten Skeptiker mussten einsehen, dass der Geh- und Radweg zwischen Hailafing und Großdingharting nicht nur eine sichere Verbindung für Fußgänger und Radfahrer ist. Er brachte das Erdgas nach Großdingharting und das Glasfasernetz nach Hailafing. Und steht modellhaft für das Versprechen, uns in dieser Periode verstärkt um die Mobilität und den Straßenbau zu kümmern. Am Ende des Radwegs ist ein Abenteuerspielplatz entstanden – vollständig durch Spendengelder finanziert und ausschließlich von Eltern erbaut. Es ist noch kein Jahr her, dass Straßlach-Dingharting nun flächendeckend mit einer Internetverbindung auf Stadtniveau versorgt ist. Das schwierigste Thema unserer Zeit, die Unterbringung von Asylbewerbern, haben wir in unserer Gemeinde geräuschlos und elegant gelöst. Wir haben 65 Plätze und alle Personen sind dezentral in Wohnhäusern untergebracht. Die angedrohte Hallen-Beschlagnahme, Containersiedlungen oder Sammelunterkünfte sind uns erspart geblieben. Einen unverzichtbaren Beitrag für die stille und effiziente Integration leistet unser Helferkreis. Auch für unsere Familien haben wir was getan. In Hailafing konnten sich in Folge der Neuausweisung 11 Familien mit über 22 Kindern ein Eigenheim schaffen. In der Kategorie „Eltern“ finden sich weitere Superlative. Straßlach-Dingharting erlebt seit drei Jahren einen nie dagewesenen Baby-Boom mit einer der höchsten Geburtenraten im Landkreis München. Die Gemeinde war dieser Entwicklung immer einen Schritt voraus und hat rechtzeitig genügend Kinderbetreuungsplätze geschaffen. Ein Beispiel: 2008 waren bei der Gemeinde acht Kindergärtnerinnen beschäftigt. Heute sind es über 30 und vier davon in Elternzeit. Dennoch holt uns die rasant steigende Nachfrage nach Plätzen ein und setzt uns heuer schon etwas unter Druck. Auch finanziell haben wir in den letzten drei Jahren Extreme erlebt, positive, Gott sei Dank. Nie zuvor wurden so viele Steuern in die Gemeindekasse gespült, wie zuletzt. Das ist zwar weniger der Verdienst unserer Arbeit, sondern Ihr Verdienst, verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger und liebe Gewerbetreibenden. Unser Beitrag war es jedoch, diese Gelder geschickt zu investieren und etwa durch Grundstücksgeschäfte den Nutzen für die Allgemeinheit und das Vermögen der Gemeinde zu mehren. Es zeigt sich, wie viel möglich ist, wenn in einer Gemeinde alle zusammen helfen und im Gemeinderat konzentriert und sachlich gearbeitet wird, ohne politische Streitereien.

So wollen wir auch bis 2020 weiter machen. Denn, wir haben noch viel vor:
Wir wollen noch mehr für die Mobilität tun: die Akzeptanz für die Buslinie 271 erhöhen, im neuen Nahverkehrsplan ab 2018 eine Verlängerung der Fahrzeiten erreichen und möglicherweise einen Nachtbus für uns gewinnen; wir wollen noch mehr Straßen sanieren und weiter daran arbeiten, auch kritische Gehwege zu realisieren; mit baulichen Maßnahmen wollen wir auf schwierigen Strecken die Geschwindigkeit im Straßenverkehr drosseln. Nach hohen Investitionen in die Infrastruktur bleibt das Thema Kinderbetreuung zwar im Fokus. Gleichwohl müssen Themen wie Schaffung von Wohnraum für Einheimische, Familien und Senioren noch mehr in unser Blickfeld rücken. Die Weichen für die weitere Entwicklung unserer Gemeinde haben wir gestellt. Die Gemeinde hat in Ortsrandlagen beachtliche Flächen erworben, die Erweiterung des Gewerbegebiets auf den Weg gebracht und mit dem Erwerb weiterer Immobilien in Straßlach strategische Meilensteine gesetzt. Wir müssen einsehen, dass wir kurzfristig keine Möglichkeit haben, uns neue Energien zu erschließen. Wir bleiben jedoch nicht untätig. Vom Einstieg in ein Energie-Effizienz-Netzwerk mit sechs anderen Gemeinden versprechen wir uns deutliche Einspar-Effekte beim Energieverbrauch der gemeindlichen Einrichtungen; ein Beispiel ist etwa die Umrüstung der gesamten Straßenbeleuchtung auf LED. Zusammenfassend schätzen wir die Lage etwa so ein: es ist uns in den letzten Jahren gelungen, nahezu alle Altlasten der Vergangenheit zu beseitigen, die Lebensqualität in der Gegenwart zu steigern und gleichzeitig in die Zukunft zu investieren. Auch, wenn uns nicht grad alles so gelungen ist, wie wir es uns gewünscht hätten, eine durchaus positive Bilanz.


Hier haben die Gemeinderatsmitglieder das Wort:


Franz Beierbeck (BP)

Die lückenlose und detaillierte Vorarbeit der Sitzungen von Bürgermeister und Verwaltung machen die Arbeit leicht. Positiv beeindruckte mich, Frau Gießler als Leitung des Rechnungsprüfungsausschusses. Für die Diskussionen im Gemeinderat, wünsche ich mir, dass die Wiederholung der angesprochenen Punkte nicht mehrmals stattfindet und dies unterbunden wird. Unter guten Kollegen sollten Probleme, intern in einer Gemeinderatssitzung oder einem Vier-Augen-Gespräch gelöst werden und nicht als Brief an die Öffentlichkeit versendet werden.
Ralf Deterding (Part.fr. UWV)

Mit 9jähriger Zugehörigkeit bin ich im Gemeinderat schon ein „alter Hase“. Es wird Zeit, dass sich junge Leute auf den Weg in den Gemeinderat machen. Damit meine ich Frauen und Männer, die nicht nur aus der zweiten Reihe rufen: „Das hätte man besser machen können,“ sondern die sich trauen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Nehmt unsere gemeinsame Zukunft in die Hand, lasst Euch in 3 Jahren wählen. Auf geht´s, traut Euch!


Dr. Albert Geiger (BP)

Unsere Kommunalpolitik orientiert sich immer mehr am Gemeinwohl anstatt an Einzelnen. Unter der Leitung des Bürgermeisters werden Planungen und Ziele aller Gruppierungen verfolgt, Meinungsverschiedenheiten sind meist sachlich parteineutral. Es gilt Qualität vor Quantität. Das wertvollste Gut, ein Schatz, ist unsere wunderbare Landschaft. Bei  Baumaßnahmen soll davon nur mit allergrößter Sparsamkeit Gebrauch gemacht werden und mit dem Bewusstsein, dass die Natur nicht vermehrbar ist.
Lotte Giessler (BB)

Die Tätigkeit im Gemeinderat ist sehr interessant. Es werden viele Themen bearbeitet wie Finanzen, Bausachen, Verkehr, Umwelt etc. um nur einige zu nennen. Die Arbeit im jetzigen Gemeinderat ist sachbezogen und ausgewogen. Diskussionen bei verschiedenen Meinungen werden sachlich geführt. Mein großes Anliegen ist, jüngere Mitbürger unserer Gemeinde zu größerem politischen Engagement anzuregen. Im Gemeinderat sollen alle Altersgruppen vertreten sein. Außerdem würde ich mich freuen, wenn bei den öffentlichen Sitzungen die Bürger unserer Gemeinde durch Anwesenheit ihr Interesse an der Gemeinderatsarbeit bekunden würden. Ich hoffe, dass in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode der Bürgermeister und die Räte die Gemeinde auf einen guten Weg weiterführen.
Sabine Hüttenkofer (Grüne)

Das Mitwirken im Gemeinderat und die politische Arbeit bedeuteten für mich 2014 Neuland, sind jedoch inzwischen zu einer spannenden Herausforderung geworden. Ich schätze die fairen Debatten und den kollegialen Umgang miteinander, die zusammen mit der professionellen Vorarbeit durch die Verwaltung produktive Gemeinderatssitzungen ermöglichen. Als Gemeinderätin sehe ich mich in der Pflicht, mich vorbehaltlos dem Wohl der Bürger zu widmen und mich auch zukünftig für ein lebenswertes und »grünes« Straßlach-Dingharting zu engagieren.
Dr. Reinhold Lang (CSU)

Überaus erfreulich ist für mich, dass in Straßlach-Dingharting ein sehr harmonischer Gemeinderat arbeitet. Zwist und Dissens sind selten, das konstruktive Voranbringen unserer Gemeinde liegt allen Gemeinderatsmitgliedern sehr am Herzen. Wünschenswert ist für mich, dass der dörfliche Charakter unserer Heimat Straßlach-Dingharting in jedem Fall erhalten bleibt! Ihr Reinhold Lang
Herbert Mack (CSU)

Halbzeit. Viele denken an ein Fußballspiel. Aber damit kann man die Arbeit im Gemeinderat nicht vergleichen. Ich vergleiche es eher mit einem Schuljahr. Da gibt es zur Halbzeit Zwischenzeugnisse und am „Schuljahresende“, also nach 6 Jahren, werden die Wählerinnen und Wähler Schlusszeugnisse vergeben. Und an den Noten der Wählerinnen und Wähler werden wir Gemeinderäte gemessen. Und das ist gut so.
Christina Salzberger (FWG)

Mir gefällt, wenn das Dorf zusammenhält! Bürger unterstützen sich gegenseitig, helfen älteren Menschen, Vereine erhalten Traditionen, Ehrenamtliche engagieren sich, betreiben Jugendförderung u. Integration. Ich kann nur motivieren: „Macht mit!“ Mein Motto lautet: „Lebe und handle selbst so, wie Du es auch von deinen Mitmenschen erwarten würdest.“ Beispiele sind Tempolimit 30 km/h, Sauberkeit an den Containern, kein Hundekot im Dorf.“
Gertraud Schad (UWV)

Als Nachrücker bin ich erst seit einem Jahr in dieser Legislaturperiode dabei. Die Gemeinderatssitzungen sind von der Verwaltung und vom Bürgermeister optimal vorbereitet so dass die Diskussionen harmonisch  und ohne viel Streit ablaufen. Die getroffenen Entscheidungen sind logisch und gut nachvollziehbar. Ich wünsche mir, dass das Bürgerhaus von den Vereinen mehr  genutzt wird. Dazu bedarf es einer Senkung der Benutzungskosten, um die Vereine zu entlasten.
Leonhard Schlickenrieder (Part.fr. Grüne)

3 Jahre bin ich Mitglied im Gemeinderat. Ich als Neuling schätze die meist sachlich geführten Diskussionen in diesem Gremium. Das allerdings oft andere Positionen vertritt als ich. Viele meiner Ratskollegen diskutieren ausgiebig ein Thema, obwohl alle einer Meinung sind.  Es ist alles gesagt, nur noch nicht von allen. Jetzt in der zweiten Halbzeit der Legislaturperiode werde ich mich verstärkt um die Themen Umwelt, Wasser und Landwirtschaft kümmern, was ja zusammen gehört.
Peter Schneider, UWV

Als Gemeinderatsmitglied vertreten wir geradlinig alle Anliegen individuell, jeder Bürger wird gleichwertig gesehen. Diese Linie macht uns authentisch. Ich selbst stehe immer zu meiner Meinung. Durch die gute Politik der letzten 9 Jahre ernten wir jetzt die Früchte. Auch wenn es gut läuft, wünsche ich mir weniger Politikverdrossenheit von Jung und Alt. Jeder Gemeindebürger, der gewählt hat, sollte seine Kandidaten einmal im Jahr bei der Arbeit in den Sitzungen beobachten. Wir als Volksvertreter sind für unsere Bürger da.
Matthias Spinder (FWG)

Mittlerweile bin ich seit 9 Jahren im Gemeinderat. Es gefällt mir, dass die Gemeindethemen bzw. Probleme in den jeweiligen Ausschüssen und vom Gemeinderat immer sachlich und fair diskutiert werden. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die
Gemeinderatssitzungen stärker von den Bürgern besucht werden. Sie erleben dadurch, wie Entscheidungen in diesem Gremium erarbeitet werden.
Horst Wagner (FWG)

Dank hoher Einkommen- und Gewerbesteuern hat sich die Finanzlage erheblich verbessert. Großprojekte, wie Bürgerhaus, wurden erfolgreich abgeschlossen. Ich wünsche mir Beschaffung von Grund und Boden um Gewerbe anzusiedeln und neue Einheimischen Programme aufzustellen. Das Wachstum der Bevölkerung sollte, wie bisher, bei ca. 1% pro Jahr liegen. Konsequent die Straßensanierungen weiterführen. Kindergärten ausbauen.
Florian Zweckinger, CSU

Für mich war es vor drei Jahren ein riesiger Erfolg mit so vielen Stimmen als jüngstes Gemeinderatsmitglied gewählt worden zu sein. Seit dem genieße ich die Zeit als Gemeinderat. Vor allem das gute Klima und die Bereitschaft der Zusammenarbeit im Gemeinderat beeindruckt mich sehr. Egal ob Pateimitglied der CSU oder einer anderen Partei, alle Gemeinderäte haben das Wohl der Gemeinde im Blick und arbeiten zusammen, damit Straßlach-Dingharting nach vorne kommt.