Verehrte Mitbürgerinnen undMitbürger,

derzeit finden die Einschreibungen fürs kommende Schuljahr und fürs kommende Kindergartenjahr statt. Die gesellschaftliche Entwicklung in unserem Land, immer mehr Kinder bis 16.00 oder 17.00 Uhr zur Betreuung anzumelden, macht auch vor unserer kleinen Gemeinde nicht Halt. Die Anmeldeformulare für unsere Betreuungseinrichtungen sind online auf unserer Homepage abrufbar. Die Gemeinde hat es bisher immer geschafft, nahezu jedem Kind einen Platz anzubieten. Es bleibt spannend, wie viele Erst- und Zweitklässler heuer einen Hortplatz oder Mittagsbetreuungsplatz nachfragen. Im Rathaus arbeiten wir derzeit bereits an Lösungen und Modellen, um die Nachfrage zur Zufriedenheit aller Familien zu befriedigen.
 
Etwas besorgt habe ich die Einladung der Musikschule zur Mitgliederversammlung gelesen. Bereits in der Bürgerversammlung 2017 und in früheren Ausgaben der GemeindeNachrichten habe ich darauf hingewiesen, dass die Lage in unsere Musikschule sehr ernst ist. Der Verein wird ehrenamtlich geführt. Die derzeitige Vorsitzende Susanne Köster-Liebrich ist seit vielen Jahren für die Einrichtung ehrenamtlich und aufopfernd in ihrer Freizeit tätig. Sie klagt schon seit Jahren über das mangelnde Interesse vieler Eltern unserer Musikschulkinder ehrenamtlich Verantwortung für den Verein zu über­nehmen oder einfach mitzuhelfen. Unter anderem soll am 3. Mai 2018 der Vorstand neu gewählt werden. Nun muss eine drastische Tatsache deutlich ausgesprochen werden: sollten sich für den Vorstand der Musikschule keine Nachfolger finden, könnte das sehr bald das Aus für unsere Musikschule bedeuten; mit allen denkbaren negativen Folgen für unsere Kinder und unsere Eltern, die künftig mit Sicherheit längere Fahrtwege in andere Gemeinden in Kauf nehmen müssten. Ich appelliere deshalb an Ihren Gemeinsinn, liebe Musikschuleltern und Mitbürger. Lassen Sie unsere Musikschule nicht hängen. Wenn sie es sich vorstellen können, für die Musikschule Straßlach ehrenamtlich tätig zu sein, dann melden Sie sich bitte entweder in der Gemeinde oder bei der Musikschule. Es wäre zum Wohle der Gemeinde, der Familien, aber vor allem zum Wohle unserer Kinder.

Ihr
Hans Sienerth
Erster Bürgermeister