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Update 16.07.2010 Die Arbeiten im Gemeindeteil Holzhausen wurden im Mai 2010 abgeschlossen. Im Herbst sollen noch ein paar Bäume gepflanzt werden. Außerdem ist in der Ortsmitte eine Sitzbank geplant. Dem guten Wetter, einer guten Firma, einer prima Planung und einer aufmerksamen Bauüberwachung ist es zu verdanken, dass die Straßenarbeiten in Holzhausen gut und rechtzeitig abgeschlossen werden konnten und dass der Ort so schön geworden ist. Holzhausen ist zu einem Vorzeige-Gemeindeteil mit Modellcharakter geworden. Jeder ist herzlich eingeladen, den schönen Ortsteil der Gemeinde Straßlach-Dingharting zu besuchen. Doch Vorsicht! Raser sind nicht willkommen.
Update 08.03.2010: Arbeiten zur Dorferneuerung - geplanter Abschluss Mai 2010Die Restarbeiten zur Freiflächengestaltung, DSL-Erarbeiten und Gestaltung der Ortsmitte sollen abhängig vom der Witterung am 15.03.2010 beginnen und Ende Mai 2010 enden. |
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Die Dorferneuerung Holzhausen tritt in die letzte Phase. Die restlichen Arbeiten sollen in einem Vierteljahr erledigt sein. Am 15.03.2010 startet die Straßenbaufirma mit der Fertigstellung der Straßenbankette. Gleichzeitig und parallel sollen die Erdarbeiten für die Zuleitung des Glasfaserkabels zum Telefonkasten abgeschlossen werden. Diesen ersetzt die Telekom durch einen „D-Slam" zur Verbesserung der Bandbreitversorgung in Holzhausen. Außerdem werden an den Ortseingängen Bäume gepflanzt: 5 Linden im Spalier am Ortseingang vom Deininger Weiher aus - um die Einfahrt-Optik zu verengen, 2 Linden am südlichen Ortseingang, 3 Ahornbäume vor dem Anwesen Schmotz, eine Walnuss vor dem Anwesen Heitmeir und 1 Ahorn in der Ortsmitte. Um den Baum in der Ortsmitte wird eine fest installierte Rundbank gebaut. Das Bushäusl kommt auf die gegenüberliegende Straßenseite, die beschlossenen Verkehrsschilder zur Drosselung des Tempos an die verschiedenen Kreuzungen. Laut Bautagebuch ist die abschließende Asphaltierung für Ende Mai 2010 geplant.
Die Bauplanung beinhaltet zwei Unsicherheitsfaktoren. Zum einen ist unklar, ob die Telekom die notwendigen Arbeiten rechtzeitig erledigt. Das Unternehmen entscheidet aufgrund seiner Monopolstellung selbst, wann es kommt. Zum anderen wollen wir uns mit der Herstellung der Grünfläche vor der Kirche an dem Zeitplan der Kirchensanierung orientieren. Es wäre Verschwendung, wenn das frisch angelegte Grün von Schwerlastkränen zur Wiederaufsetzung des Kirchturms befahren würde. Die Gemeinde steht mit den Verantwortlichen in Holzhausen und bei der Telekom im Gespräch, um die Arbeiten zeitlich optimal auf einander einzustimmen.
Die angenommenen Kosten von 340.000 ¤ werden voraussichtlich eingehalten. Dieser Betrag beinhaltet Baumpflanzungskosten von rund 12.000 - 15.000 ¤. In der Ortsversammlung hatte es von mehreren Seiten geheißen, die Holzhauser könnte die Bäume auch selbst stiften. Falls dies nach wie vor gilt, bitten wir um baldmöglichste Mitteilung per Telefon, Fax oder E-Mail.
Kontakt: hauptverwaltung@strasslach.de | 08170/9300-33 | Fax 081709300-846 Weblinks: www.strasslach-dingharting.de
Update vom 25.02.2010 LKW-Durchfahrtverbot für Holzhausen kommt nichtZielführende Anordnung eines LKW-Durchfahrtverbotes in Holzhausen nicht möglich
In der Ortsversammlung Holzausen vom 16.07.2009 regten die Anwesenden als Maßnahme zur Verkehrsberuhigung die Prüfung eines Durchfahrverbots für LKW an. In der Sitzung vom 29.07.2009 hat der Gemeinderat die Angelegenheit zurückgestellt und die Verwaltung beauftragt, die Angelegenheit zu prüfen. Unter anderem wurde die Polizei Grünwald um Stellungnahme gebeten. Nach Vorliegen der Stellungnahme und der Prüfungsergebnisse behandelte der Gemeinderat den Punkt in der Sitzung vom 24.02.2010.
Die Polizeiinspektion 32 hält ein LKW-Durchfahrverbot nicht für zwingend erforderlich, da in Holzhausen aus ihrer Sicht kein regelmäßiger LKW-Durchgangsverkehr festzustellen sei. Diese Erkenntnis beruht der PI 32 zufolge auf Beobachtungen aus den regelmäßigen Streifenfahrten.
Falls dennoch ein Durchfahrverbot ausgesprochen werden soll, bieten sich folgende Varianten an:

Mit dem Zeichen 253 kann ein Verbot für Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 t ausgesprochen werden. Hier ist es aber erforderlich den Anliegerverkehr mit einem Zusatzschild freizustellen. Beim Vollzug der Anliegerregelung werden voraussichtlich erhebliche Rechtsprobleme auftreten, da der Begriff „Anlieger" viel weitergefasst ist als die Begriffe „Bewohner", „Anwohner" oder „Anrainer". Nach einem Urteil des Bayer. Obersten Landesgerichts sind Anlieger Personen, „die mit Bewohnern oder Grundstückseigentümern in eine Beziehung treten wollen. Dabei ist es unerheblich, ob diese Beziehung zustande kommt; die Absicht ist ausreichend. Erkennt der Anlieger bei Vorbeifahrt am betreffenden Grundstück (was auch eine Baustelle mit Bauarbeitern sein kann), dass der Gesuchte nicht erreichbar ist, kann er ohne anzuhalten weiterfahren und bleibt Anlieger." (BayObLG VRS 33, 457).
Im Verlauf der Beratung zeichnete sich nach und nach ab, dass eine sinnvolle Durchfahrtsbeschränkung nicht angeordnet werden kann. Die Anzahl der Fahrzeuge, welche den Tatbestand „Durchgangsverkehr" erfüllen, dürfte verschwindend gering. Den größten Teil des Verkehrsaufkommens stellt örtlicher und regionaler Ziel- und Quellverkehr. Für diese Verkehrsteilnehmer gilt die Durchfahrtsbeschränkung aber nicht. Deshalb stellt sich grundsätzlich die Frage, ob ein LKW-Durchfahrtverbot überhaupt etwas bringt. Der LKW, dessen erster Beladeort außerhalb des 75 km Radius liegt, der womöglich mehr als einmal durch Holzhausen fährt und dann auch noch von der Polizei aufgegriffen wird, darf mit Fug und Recht mit der berühmten Nadel im Heuhaufen verglichen werden. Zu einer deutlichen und sanktionierbaren Reduzierung des Durchgangsverkehrs führt die nach der StVO mögliche Beschilderung nach Einschätzung des Rates nicht.
Folgerichtig stellten einzelne Gemeinderatsmitglieder die Frage, ob es vertretbar sei, mit der Anschaffung von Schildern, die den gewünschten Zweck eigentlich nicht oder nur verschwindend gering erfüllen, unnötige Kosten zu verursachen.
Aus den genannten Gründen stimmten die Räte mehrheitlich gegen verkehrslenkende Maßnahmen durch Einrichtung eines ganztägigen Durchfahrtsverbots für LKW in Holzhausen. Stattdessen wurde die Verwaltung beauftragt, auf die Polizeiinspektion Grünwald einzuwirken, in Holzhausen und in anderen Gemeindeteilen verstärkt die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit mittels Geschwindigkeitsmessungen zu überwachen.
Update vom 21.12.2009 Zitterpartie und GlücksgefühlAkribische Erfüllung des Zuschussverfahrens hat den Baubeginn in den Spätherbst hinausgeschoben und beschert uns das 3,5-fache der erwarteten Fördersumme.
Was im Juli 2008 mit den Bauarbeiten zur Kanalisierung begonnen hatte, wurde nun zu einem vernünftigen Zwischenergebnis geführt. Baustellen, Straßensperrungen und Straßenschäden waren die letzten anderthalb Jahre lang stetige Begleiter der Holzhausener. Im Rathaus mussten wir uns schon anhören, dass die Baustelle nun schon gefühlte zwei-drei Jahre dauere. Die letzten sechs Wochen vor Abschluss der Arbeiten am 09.12.2009 hatten es in sich. Für die Verlegung der Regenwasserkanalisation - in unserem Gemeindegebiet die einzige - und die Ertüchtigung des Untergrundes wurde die gesamte Straße ausgekoffert. Schwerste Verkehrsbehinderungen mussten in Kauf genommen werden. Die Arbeiten gingen zwar gut voran, der Teufel steckte jedoch im Detail. Obwohl die Baustelle perfekt gelaufen ist, zogen sich die Gewerke Tag um Tag hin. Rathaus und Baufirma setzten auf einen ähnlichen Witterungsverlauf wie in den vergangenen Jahren und hatten Glück. So konnte das Arbeitspensum für heuer: Verlegung von zehn zusätzlichen Straßenlaternen, Verlegung der Regenwasserkanalisation, Wiederherstellung des Straßenuntergrund und Ausbringung der unteren Asphaltschicht pünktlich vor Wintereinbruch abgearbeitet werden. Die Bauarbeiten standen unter einem guten Stern. Die Einhaltung aller Formalitäten für das Förderverfahren des II ist der Hauptgrund für den späten Beginn der Arbeiten. Zur Historie: Aufnahme ins Konjunkturpaket II im Mai 2009, Beauftragung der Architekten im Juni, Bürgerbeteiligung und Beschlüsse des Gemeinderats im Juli, VOB-Ausschreibung und Vergabe August bis 7. Oktober 2009, Beginn am 19.10.2009. Die von Architektur- und Ingenieurbüro sowie von der Verwaltung geleistete Arbeit war so gut, dass uns die Baumaßnahme mit dem Höchstsatz gefördert wird. Laut Bescheid des Amtes für ländliche Entwicklung von Ende Oktober 2009 dürfen wir mit 41 % der Investitionssumme rechnen, maximal 140.000 ¤. Das heißt im Klartext: die Investitionskosten von 350.000 ¤ fwurden nahezu vollständig für zuschusswürdig befunden . Dieses Ergebnis zeigt, dass wir den richtigen Weg gegangen sind.
Ab März/April 2010 werden die Arbeiten fortgesetzt und abgeschlossen. Folgende Arbeiten sind noch zu erledigen: - Herstellung der befestigten Seitenstreifen - Asphaltierung der Feinschicht auf Haupt- und Nebenstraßen - Montage der DSL-Einrichtung zur Verbesserung der Breitbandversorgung.
Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden. Ergänzend wird das Studium der Gemeindenachrichten empfohlen.
Update vom 09.10.2009 Holzhausen - es geht los Auftrag für die Straßenwiederherstellung erteilt - Beginn der Arbeiten spätestens am 19.10.2009Die Entscheidung im Gemeinderat war relativ einfach. Von den vier Bewerbern erhielt die Firma R. Schulz Tiefbau GmbH & Co. KG aus Großweil den Auftrag. Sanierung der Regenwasserkanalisation, Straßenbau und Gestaltung der Freianlagen im Ortsteil Holzhausen lautet der offizielle Auftrag. Der Gemeinderat hatte am 29.07.2009 das Maßnahmenpaket beschlossen (wir berichteten). Nun waren ausführliche Abstimmungen mit den Architekten, Planern, Holzhausern und dem Amt für ländliche Entwicklung erforderlich. Außerdem mussten wegen der Förderung aus dem Konjunkturpaket II die strengen Vergabefristen der VOB eingehalten werden. Schließlich konnte der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 07.10.2009 die Arbeiten in Gang setzen. Erfreulich dabei drei wichtige Besonderheiten: Bei der Ausschreibung konnten Angebotspreise auf Frühjahrsniveau erzielt werden. Diesem Umstand ist die Tatsache zu verdanken, dass nunmehr auch die gesamte Oberbibergerstraße bis zum Anwesen Schmotz in die Sanierung einbezogen werden kann. Schließlich ermöglicht das positive Ausschreibungsergebnis die Umwandlung der Betonrinne in eine Pflasterrinne und die Einfassung des Übergangs vom Asphalt zum Mehrzweckstreifen mit einem Einzeiler. Die Montage zeigt die fertige Straße. Der Kostenrahmen kann aus heutiger Sicht trotz aller Erweiterungen gehalten werden. Darüber hinaus wird es interessant sein, wie hoch der Zuschuss des Amtes für Ländliche Entwicklung ausfällt. Bezogen aufs Minimalprogramm durften wir mit 40.000 ¤ rechnen. Da nun an verschiedenen Stellen aufgestockt wurde, müsste auch der Zuschuss steigen. Mitte Oktober, spätestens am 19.10.2009 beginnen die Arbeiten. Zunächst wird die Regenwasserkanalisation saniert, anschließend die Bankette angelegt und die Straße mit einer Tragschicht asphaltiert. Die Deckschicht und alle anderen Arbeiten folgen in der ersten Jahreshälfte 2010.
Update vom 01.10.2009:Ausschreibung der Dorferneuerungsarbeiten abgeschlossen - Vergabe am 07.10.2009 Das Amt für ländliche Entwicklung verlangt die strikte Einhaltung des Vergaberechts. Deshalb mussten die Straßenwiederherstellungsarbeiten für Holzhausen regulär unter Beachtung der vorgegebenen VOB-Fristen eingehalten werden.
Der Gemeinderat hat den Leistungskatalog am 29.07.2009 verabschiedet. Dieser musste beplant und mit der Zuschussbehörde abgestimmt werden. Anschließend wurden die Arbeiten ausgeschrieben. Die Ausschreibungsergebnisse liegen vor. Der wirtschaftlichste Anbieter wird am 07.10.2009 vom Gemeinderat beauftragt. Anschließend werden die Arbeiten zügig in Angriff genommen. Das Pensum sollte bei regulärer Witterung bis Mitte November zu schaffen sein. Es ist im höchsten Interesse der Gemeinde den Holzhausern nicht noch einen Winter bei offener Straße zuzumuten.
Update vom 02.09.2009:
Sickerbrunnenbohrung auf Grünfläche vor Kirche erfolgreich Die wichtigste Verbesserung an der Straßenentwässerung Holzhausen ist der Bau eines neuen Sickerbrunnens. Die Anforderungen sind gewaltig. Über 13 l pro Sekunde müssen bei starken Regenfällen über diesen Brunnen versickern, damit es in Holzhausen zu keinen Überschwemmungen mehr kommt. Das Vierfache der Sickerleistung anderer Schächte.
Auf der Grünfläche vor der Holzhauser Kirche hat die Gemeinde nun 25 m tief gebohrt. Das Vorhaben war riskant, weil der Boden in Holzhausen sehr lehmig ist und nahe unter der Oberfläche eine wasserundurchlässige Nagelflu-Platte liegt. Manche private Sickergruben mussten knappe 40 m tief gegraben werden, um auf sickerfähigen Kies zu stoßen. Kostenmäßig ein Fass ohne Boden.
Das 25 m tiefe Bohrloch ist ein Volltreffer: bis zu 9 m Tiefe Lehm, vom 10. bis zum 19. Tiefenmeter Kies, anschließend Nagelflu. Die Kiesschicht erweist sich beim ersten Sickertest am 02.09.2009 als besonders sickerfähig. Mit einem Feuerwehrschlauch werden starke Regenfälle simuliert. Gute 13,5 l pro s versickern problemlos in der Kiesschicht. Es zeigt sich wieder einmal: neben Ingenieursleistungen made in Germany und schlauen Plänen kommt es wie immer im Leben auf eins an: Glück muss man haben. Schön auch, dass die Kosten für diesen Bauteil im Rahmen bleiben.
Update vom 19.08.2009: Gemeinderat beschließt umfassende Dorferneuerungsmaßnahmen Dank einer raschen und gut aufbereiteten Veröffentlichung der Ergebnisse aus der Holzhauser Ortsversammlung und der Vorschläge aus der Bevölkerung flutschte das Thema im Gemeinderat. Zum eingeschlagenen Kurs, wie er bereits vorher kommuniziert und weiter unten dargestellt wurde, ergaben sich nur minimale Änderungen. Lesen Sie im Downloadbereich die Originalvorschläge und die Originalbeschlüsse.
Planungsphase angelaufen - Erste Arbeiten schon begonnen Die Architekten des Büros XO-Studio Dorothee Rummel und Martin Popp haben den Auftrag zur Planung und gestalterischen Oberleitung der Baumaßnahmen (Leistungsphasen HOAI 1-5). Die Ausschreibung, Ausführung und Bauüberwachung (Leistungsphasen HOAI 6-9) werden vom Büro AB-WA-Plan übernommen. Sie kennen sich duch ihre Ingenieurstätigkeit für die Kanalisierung Holzhausens vor Ort bestens aus. Derzeit wird die Ausführungsplanung gezeichnet. Mit ihr können die Fördermittel beim Amt für ländliche Entwicklung beantragt werden. Außerdem dient sie als Grundlage für die Ausschreibung der Arbeiten. Zur Stunde wird die Wasserleitung in der Oberbiberger Straße komplett erneuert und gespült. Die Sanierung der 80 Jahre alten Leitung war unumgänglich geworden.
Das Volumen für alle Dorferneuerungsarbeiten wird auf rund 350.000 ¤ geschätzt.
Ortsversammlung in Holzhausen vom 16.07.2009Kanalbau und Dorferneuerungsmaßnahmen
Am 16.07.2009 hatte der 1. Bürgermeister Hans Sienerth zu einer Ortsversammlung in Holzhausen eingeladen. Um 20.00 Uhr fanden sich beim Dammerbauer über 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger ein. Neben einigen Bürgern aus anderen Ortsteilen waren auch die Gemeinderatsmitglieder Peter Schneider (2. BGM), Horst Wagner (3. BGM), Hans Beierbeck, Ralf Deterding, Dr. Albert Geiger, Dr. Oliver Seth und Caroline Winkler anwesend. Für die Presse berichteten Frau Barbara Ettl, Süddeutsche Zeitung, und Herr Raphael Sala, Münchner Merkur. Die Veranstaltung wurde moderiert vom 1. Bürgermeister. Von der Verwaltung war der Geschäftsleitende Beamte Heriolf Staimer anwesend. Als Fachreferenten sprachen: - Herr Walter Bauer von der Kanalbaufirma, - Frau Dorothee Rummel und Herr Martin Popp, Städteplaner vom Architekturbüro XO-Studio - die Ingenieure Schröder-Messingschlager und Ponwenger vom Büro ABWA-Plan (Kanalplanung- und Überwachung der Bauarbeiten)
Die Tagesordnung war vorweg sowohl in der Presse, als auch auf den gemeindlichen Anschlagtafeln bekannt gemacht worden. Alle Holzhauser Bürger haben eine persönliche Einladung erhalten. Sie kann im Downloadbereich weiter unten abgerufen werden. Inhalte, Einzelheiten und Berichte finden Sie weiter unten und im Downloadbereich. 1. Kanalbaumaßnahme 2. Dorferneuerung 3. Konjunkturprogramm der Gemeinde Straßenentwässerung Straßenbeleuchtung DSL 4. Presseberichterstattung 5. Download
Kanalbaumaßnahme
Rückblick Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Informationen zum Thema Kanal. Herr Walter Bauer von der ausführenden Firma ließ die Baumaßnahme kurz Revue passieren und dankte den Holzhausern für deren Verständnis und deren kooperative Art. Der 1. Bürgermeister dankte ebenfalls für das Verständnis und bat für die Unannehmlichkeiten durch Umleitungen und den schlimmen Straßenzustand im Winter um Entschuldigung, soweit die Probleme möglicherweise durch Versäumnisse der Gemeinde entstanden sind.
AnschlussgradVon 48 Anwesen liegen der Gemeinde 39 Entwässerungspläne vor. 9 fehlen noch. Der Bürgermeister bittet darum, die Pläne unverzüglich einzureichen, damit die notwendigen Arbeiten im öffentlichen Straßengrund vor den Asphaltierungsarbeiten abgeschlossen werden können.
Stand der BaumaßnahmeDie Arbeiten zur Verlegung der Hauptleitung sind am 13.05.2009 wie angekündigt abgeschlossen worden. Danach fanden lediglich Arbeiten zur Verlegung von Hausanschlüssen statt. Sobald sämtliche Anschlusspläne vorliegen, werden die Arbeiten im öffentlichen Straßenuntergrund abgeschlossen. Kanalarbeiten und Straßenasphaltierung sollen spätestens Mitte, Ende Oktober abgeschlossen sein.
Inbetriebnahme des KanalsDer Kanal soll erst nach Abschluss der Asphaltierung in Betrieb genommen werden. Davor ist mit einer unverhältnismäßig hohen Verschmutzung durch Straßensplitt zu rechnen.
KostenvergleichDie Kosten für die Kanalverlegung werden aus heutiger Sicht eingehalten. Ursprünglich war das Budget mit rund 1.121.000 ¤ beziffert. Aus heutiger Sicht werden sich die Gesamtkosten für die Kanalbaumaßnahme bei rund 1.136.000 ¤ einpendeln. Ein absolut erfreuliches Ergebnis. Schließlich fließen diese Kosten in die Kalkulation der Herstellungsbeiträge und der Gebühren ein.
Fälligkeit der HerstellungsbeiträgeDer Bürgermeister informierte über die Entstehung und Fälligkeit der Herstellungsbeiträge. Herstellungsbeiträge entstehen mit der Inbetriebnahme des Kanals. Wird der Kanal heuer in Betrieb genommen, dann ENTSTEHEN die Beiträge im Jahr 2009. Mit der Entstehung der Herstellungsbeiträge hat die Gemeinde das Recht Beitragsbescheide zu erlassen. Die Gemeinde wird voraussichtlich im Herbst mit der Versendung der Beitragsbescheide beginnen. Der Bürgermeister betonte, dass die Beiträge 4 Wochen nach Zugang des Bescheids zur Zahlung fällig werden. EGAL, ob Widerspruch eingelegt wird, oder nicht. In der Vergangenheit, berichtete er weiter, hätten viele Widerspruchsführer aus anderen Gemeindeteilen einfach nicht gezahlt. Das hätte eine hohe Verzinsung der säumigen Zahlungen zur Folge. Widerspruchsverfahren mit anschließenden Gerichtsverfahren können sich leicht über einige Jahre erstrecken. Der Ärger über Säumniszuschläge in Höhe von bis zu 3.000 ¤ ist am Ende oft groß. Möglichkeiten, diese Gelder den Bürgern zu erlassen, sieht das Gesetz im Grunde keine vor. Derzeit beträgt der Herstellungsbeitrag pro Quadratmeter Geschossfläche (von AUSSENWand zu AUSSENWand gemessen) 13,65 ¤.
Dorferneuerung Holzhausen1. Bürgermeister Hans Sienerth informierte in kurzen Zügen über die geplante Dorferneuerung. Im Rahmen des Konjunkturpakets II hatte sich die Gemeinde um Fördermittel beim Freistaat Bayern beworben und war mit Bescheid vom 13.05.2009 ins Programm aufgenommen worden. Anschließend wurden die Städteplaner vom XO-Studio, Dorothee Rummel und Martin Popp beauftragt, ein städtebauliches Konzept über die Qualitäten und Mängel des Ortsteils aus fachlicher Sicht aufzustellen und dem Gemeinderat Vorschläge für Dorferneuerungsmaßnahmen zu unterbreiten, welche im Zuge der Straßenwiederherstellung umgesetzt werden können. Am 01.07.2009 hatten die Städteplaner den Gemeinderat erstmalig über deren Vorschläge für denkbare Dorferneuerungsmaßnahmen in Holzhausen informiert. Mit der Ortsversammlung am 16.07.2009 sind die Gemeinde und die Städteplaner mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog getreten. Ziel der Veranstaltung war:
- die Vorstellung der konzeptionellen Überlegungen für die Dorferneuerung durch die Städteplaner
- die Diskussion mit den Holzhausern zum Thema Dorferneuerung
- die Abfrage des Meinungsbildes zur Dorferneuerung
- die Aufnahme von noch nicht erkannten Anregungen der Menschen, die in diesem Gemeindeteil leben und mit den getroffenen Massanahmen auskommen müssen.
Am 29.07.2009 wird der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung unter Berücksichtigung aller Erkenntnisse abschließend über die umzusetzenden Maßnahmen beraten und beschließen. Alle Bürger sind herzlich willkommen, im Rahmen der verfügbaren Plätze an der Sitzung teil zu nehmen.
Vortrag der StädteplanerDer Vortrag wird nachfolgend nur schemenhaft wieder gegeben. Im Detail wird auf die Präsentation hingewiesen, die im Downloadbereich abgerufen werden kann. Eckpunkte (5 konkrete Maßnahmen wurden vorgeschlagen): - Orientierung am historischen Holzhausen - Straßenbreite nicht mehr als 5 m - sickerfähiger Mehrzweckstreifen - Erweiterung Grünflächen in Ortsmitte - Verkehrsberuhigende Maßnahmen durch Kurvenschwünge und –züge mittels - Grünflächenerweiterung bei Maibaum - Grünflächenerweiterung bei Heitmeier - Verkleinerung des Kurvenbereichs Oberbiberger Str. - Verschmälerung der Fahrbahn - Optische Betonung der Ortseinfahrsituation durch Baumpflanzungen
Das Thema Verkehr erhitzte die Gemüter besonders. Zweitweise löste sich dieser Aspekt etwas von den Überlegungen zu baulichen Maßnahmen. Es wurden Vorschläge gemacht, ein LKW-Durchfahrverbot für Holzhausen zu prüfen oder etwa sensoren- und geschwindigkeitsgesteuerte Ampelanlagen anzudenken. Die Diskussion kulminierte, möchte man fast sagen, im Appell eines Bürgers an den Bürgermeister etwa mit den Worten: Wenn Sie es schaffen, dass der Verkehr in der gesamten Ortschaft beruhigt wird, können Sie mit der Straße machen, was Sie wollen. Diese extreme Sichtweise geht nicht nur am Thema des Abends vorbei, sondern auch an der Sache. So stellte sich in der Diskussion mit den Bürgern zum Ende hin mehr und mehr die Erkenntnis ein, dass die wirkungsvollsten Entschleunigungsmaßnahmen gerade mit der Art und Weise, wie die öffentlichen Räume gestaltet werden in den Griff zu bekommen sind. Alles in allem war die Diskussion äußerst fruchtbar.
Kosten für die DorferneuerungDas Kostenthema war von großem Interesse. Zugleich wohl auch etwas verwirrend, da je nach Ausbaustufe mehrere Zahlen im Raum standen.
Die erste Zahl liegt bei rund 600.000 ¤. Diese Zahl geht davon aus, dass alle betroffenen Straßen auf eine Tiefe von 60 cm aufgegraben werden, die Straße als Vollausbau komplett erneuert wird, die Straßenleuchten nach DIN gesetzt und sämtliche Bäume heuer gepflanzt werden. Das wäre also der Preis für eine Deluxe-Lösung. Ein Betrag, den die Gemeinde zugegebener Maßen weder hat, noch alleine stemmen könnte. Der Umfang des Ausbaus ist so geplant, dass die Kosten als Erschließungsbeiträge zusätzlich zu den Kanal-Herstellungsbeiträgen umgelegt werden kann. Dies hält der 1. Bürgermeister weder für politisch vertretbar, noch für sinnvoll. Große Teile des Straßenuntergrunds sind durch die hochwertige Bankettfüllung im Bereich des Wasser- und des Kanalgrabens quasi vollsaniert, so dass ein Vollausbau nicht erforderlich ist. Diese Tatsache wurde auch von den Vertretern der anwesenden Kanalbaufirma und des Ingenieurbüros bestätigt.
Nach bisherigen Überlegungen geht die Gemeinde rein für Straßenbaumaßnahmen von einem Kostenaufwand von rund 250.000 ¤ aus. Dazu kommen noch 40.000 ¤ vom Amt für ländliche Entwicklung und möglicherweise weitere Gelder für zusätzliche Dorfmaßnahmen, die vom Zuschussgeber anerkannt werden.
Konjunkturpaket der Gemeinde zur Dorferneuerung in HolzhausenDie Gemeinde investiert freiwillig und über die vorgesehenen Dorferneuerungsmaßnahmen hinaus wesentliche Beträge in die Dorfsanierung und in die Infrastruktur. VerkehrsberuhigungDie Gemeinderatsbeschlüsse zur Anpassung der Beschilderung an die StVO sind bereits gefasst. Bisher entsprach die Verkehrsbeschilderung in Holzhausen wie auch in anderen Gemeindeteilen von Straßlach-Dingharting nicht der Straßenverkehrsordnung. Polizei- und sonstige Verkehrsüberwachungsdienste haben deshalb Messungen stets abgelehnt. Erstmalig nach einigen Jahrzehnten wurden hier handfeste Voraussetzungen für eine nachhaltige Verkehrsberuhigung geschaffen.
Straßenentwässerung und StraßenbeleuchtungIng. Schröder-Messingschlager vom Büro ABWA-Plan stellte die 60.000 ¤ teuren Sanierungsmaßnahmen zur Ertüchtigung der Straßenentwässerung vor. Folgende Ziele stehen dabei im Vordergrund: - Keine Straßenentwässerung mehr auf Privatgrundstücke
- Schutz der Grundstücke und Keller
- Aufnahme der großen Wassermassen on den Weihern und Gumpen oberhalb Holzhausens
Gleichzeitig richtete sich der Appell an die Grundstücksbesitzer westlich der Durchgangsstraße, ihre eigene Grundstücksentwässerung zu pflegen und Regenwasser nicht auf die Straße abzuleiten. Ing. Schröder-Messingschlager teilte mit, dass die aufgelassenen Versitzgruben mit geringem Aufwand zu Regenwassersickergruben umfunktioniert werden könnten. Im Jahr 2006 hatte eine Bürgerbefragung zum Thema Straßenbeleuchtung in Holzhausen stattgefunden. Die Holzhauser Bürgerinnen und Bürger einigten sich damals auf insgesamt neun Standorte für neue Straßenlaternen. Die Maßnahme wurde bis heute nicht umgesetzt. Die Laternen sollen im Zuge der Straßenwiederherstellung aufgestellt werden. Kosten: rund 14.000 ¤. DSL-BreitbanderschließungDer 1. Bürgermeister informierte über die derzeit stattfindende Machbarkeitsstudie für einen bedarfsgerechten Ausbau des Breitbandnetzes in Straßlach-Dingharting. In Holzhausen liegt bereits ein Glasfaserkabel der Telekom. Wird dieses Kabel an den Telefonverteilerkasten angeschlossen, so können die Haushalte von Holzhausen mit einer 20 bis 30 mal besseren Versorgung rechnen. Nach Angaben der Telekom können die erforderlichen Arbeiten jedoch frühestens ab März 2010 umgesetzt werden. Der Bedarf unserer Gemeinde ist dort gemeldet. Außerdem ist zu erwarten, dass der Freistaat Bayern den Aufwand für den Ausbau des Breitbandnetzes in der gesamten Gemeinde mit 70 % der Kosten fördern wird, begrenzt auf maximal 100.000 ¤.
PresseberichterstattungDie Süddeutsche Zeitung und der Münchner Merkur berichteten nachträglich überaus positiv über die hohe Beteiligungsquote (fast 50 % der Holzhauser Bürger). Gleichwohl sind die Berichte mit Vorsicht zu werten, geben Sie doch vorwiegend den Sachverhalt aus der Sicht der Zeitung und des Autors wieder. Die Auslegung des Sachverhalts und der Tatsachen kann damit zwangsläufig nur als Interpretation eines Außenstehenden gewertet werden. So sind die Dorferneuerungsmaßnahmen anders als in der Zeitung dargestellt, keinesfalls als Entschädigung oder zur Besänftigung der Holzhauser für den Ärger mit der Kanalisierung des Gemeindeteils gedacht. Es gibt genügend Gründe für und gegen die Kanalisierung. Langfristig jedoch, so die Meinung des Bürgermeisters, ist die Kanalisierung die einzig richtige Variante, die nicht zuletzt zu einer Aufwertung der Grundstücke und damit des Gemeindeteils insgesamt führt. Auch, dass der Bürgermeister gescherzt habe, dass die Kosten für die Straßensanierung umgelegt werden, und dies von den Anwesenden nicht besonders lustig gefunden wurde, ist als eher globale Überlegung des Autors zu werten, da die angeblichen Aussagen des Bürgermeisters so nicht gefallen sind. FazitDie rege Beteiligung der Bürger, die vielen neuen Erkenntnisse und die vielen wohlüberlegten Vorschläge zur Dorferneuerung zeugen von einem großen Interesse der Holzhauser an den Vorgängen in ihrer Gemeinde. Letztlich haben alle Maßnahmen ein Ziel: die Lebensqualität in Holzhausen zu steigern.
Der von 1. Bürgermeister Hans Sienerth eingeschlagene Kurs, wesentliche Entscheidungen mit einer umfangreichen Bürgerbeteiligung zu diskutieren, von Fachleuten begleiten zu lassen und möglichst viele Fördermittel des Freistaats herauszuschlagen, hat sich bereits jetzt gelohnt. Auch in Holzhausen wird sich dieser Weg als der richtige erweisen. Ein Weg, mit dem für Holzhausen das Beste und Maximale heraus zu holen ist. Denn, letztlich wird es niemand abstreiten können: Alle Maßnahmen, auch der Kanal, bedeuten eine immense Aufwertung für den Ortsteil, der von Hans Sienerth der Presse gegenüber zu recht als das Schmuckkästchen von Straßlach-Dingharting bezeichnet wurde, für den Gemeindeteil Holzhausen.
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