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Erfolgreiche Auswilderung von Eichhörnchen in Straßlach
Großansicht in neuem Fenster: Anton

Wie bereits hier berichtet, wurden im Anger in Straßlach im Oktober 2009 sechs handaufgezogene Eichhörnchen ausgewildert. Erfreulicherweise sind nach wie vor vier der sechs Hörnchen in den Gärten rund um den Anger und die Mühlstraße ansässig und besuchen regelmäßig die aufgehängten Futterkästen. Die zwei roten Eichkatzerl Anton und Bonnie, die seit ihrer vierten Lebenswoche bei der Familie Rauch aufgepäppelt wurden, haben sich nun sogar in Freiheit gepaart und Nachwuchs bekommen. Nun flitzen zwei kleine knallorangene Katzerl mit noch fedrigen Schwänzen durch den Anger!


Regelmäßig berichten direkte Nachbarn und nun auch immer weiter entfernte Bürger der Familie von kleinen Streichen – Anton hat in der Mühlstraße in Ermangelung eines Kobels (Nisthöhle) einfach den oberen der zwei dort angebrachten Starenkasten bezogen und für seine Braut eingerichtet. Dazu musste er nur noch das Eingangsloch ein wenig vergrößern und abschmirgeln…


Die zwergwüchsige dunkelbraune Pia wird oftmals mit einem Jungtier verwechselt, da sie nach wie vor einen sehr dünnen Schwanz und Körperbau hat. Allerdings ist sie eine der schnellsten; auch hier hat die Natur geholfen – sonst hätte sie wohl kaum den langen Winter in Freiheit überstanden.


Grossansicht in neuem Fenster: Eichhörnchen - Bild 2  Grossansicht in neuem Fenster: Eichhörnchen - Bild 1
    

Auch dieses Jahr hat die Familie Rauch schon Eichkätzchen-Babies aus der Auffangstation in München zur Aufzucht bekommen: die 5-wöchigen Babies Cindy, Dana und Elvis sind seit Anfang April im Hause Rauch; weitere sieben Teenager folgten Ende April und zogen direkt in die Außenvoliere ein. Mittlerweile fressen alle 10 Hörnchen selbstständig und stellen die Voliere gemeinsam auf den Kopf. Tücher werden von links nach rechts gezerrt, auf Baumstämmen und ausgedienten Feuerwehrschläuchen wird vorwärts und rückwärts der Salto einstudiert. Sobald ein Fahrzeug in die Nähe der Voliere kommt oder sie eine fremde Stimme hören, hängen im Bruchteil einer Sekunde alle zehn Kameraden kopfüber an der Decke der Voliere. Ein sehr gutes Zeichen, so die Familie Rauch. Schnelligkeit und Wachsamkeit – das A und O in der Eichhörnchen-Überlebenskunst!


Natürliche Feinde sind hauptsächlich die nachtaktiven Räuber wie der Marder oder Uhu, aber auch Habichte, Falken, Bussarde und Katzen zählen zu den gefährlichen Feinden.


Grossansicht in neuem Fenster: Eichhörnchen - Bild 4  Grossansicht in neuem Fenster: Eichhörnchen - Bild 3
  

Da die Reviere der Eichhörnchen oftmals extrem groß sind – man berichtet sogar von bis zu 50 Hektar für ein einzelnes Hörnchen! – hat sich die Familie Rauch dazu entschlossen, die momentane „Belegschaft“ der Voliere in einigen Wochen im Walderlebniszentrum in Grünwald auszuwildern. Dort haben alle 10 Eichkatzerl mehr als genug Lebensraum; sogar weitere aus der Aufzuchtstation können dort noch ausgewildert werden. In Zusammenarbeit mit Herrn Würzburger vom WEZ errichtet die Straßlacher Familie dort eine entsprechende Auswilderungsvoliere, die dann die ersten Wochen von den Rauchs versorgt wird.


Nach wie vor freut sich die Familie Rauch über Futterspenden – Haselnüsse, Walnüsse, Sämereien wie Kiefernsamen…. - bitte denken Sie auch beim Schnitt Ihrer Hasel- und Obstbäume an unsere Teenager im Anger! Gerne knabbern die possierlichen Tiere an Knospen und Blättern; auch Obst und Gemüse lieben sie (Pilze, Zucchini, Kohlrabi, Apfel, Birne etc.).


Falls Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen haben; falls Sie die Eichhörnchen im Anger besuchen möchten oder Futterspenden abgeben möchten, wenden Sie sich bitte jederzeit an die Familie Rauch unter 0177/8500606.

(Text und Bilder: Sonja Rauch)





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