Die Corona-Warn-App

Gemeinsam Corona bekämpfen

Mit der Corona-Warn-App können alle mithelfen, Infektionsketten schnell zu durchbrechen. Als Warnsystem informiert die App, wenn wir Kontakt mit nachweislich Infizierten hatten. Der Datenschutz bleibt dabei über die gesamte Nutzungsdauer und bei allen Funktionen gewahrt. Die App kann ab sofort im Apple-Store und Play-Store heruntergeladen werden. Corona-Warn-App



Wann bekomme ich überhaupt einen Warnhinweis?

Wer die Corona-Warn-App öffnet, sieht als erstes ein Quadrat. In vielen Fällen ist es grün, in einigen rot, manchmal grau. Diese Statusanzeige ist das Kernstück der App. Sie zeigt an, wie hoch Ihr Infektionsrisiko im Moment ist. Also, ob sich Ihr Handy innerhalb der letzten 14 Tage in der Nähe einer oder mehrerer Personen befand, die sich nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert hat. Bei einem Risikokontakt sehen Sie das nicht nur anhand des roten Warnhinweises - die App schickt Ihnen auch automatisch eine Warnung (Push-Nachricht).

Damit das Infektionsrisiko berechnet werden kann, müssen infizierte Personen ihr bestätigtes positives Testergebnis in der App hinterlegen bzw. über die App freigeben. Das ist freiwillig. Die eigene App kann jetzt abgleichen, ob und über welche Dauer und mit welchem Abstand sie dieser infizierten Person begegnet ist. Sie bekommen also erst rückwirkend einen Warnhinweis auf einen möglichen Kontakt mit einer infizierten Person. Die App bietet daher keinen Echtzeitschutz.

Wie unterscheiden sich rote, grüne und graue Warnhinweise?

Es gibt insgesamt drei verschiedene Warnhinweise, die das Risiko einer Ansteckung abbilden. Sie ergeben sich aus einem sogenannten "Riskoscore", der vier verschieden Faktoren miteinander verrechnet: die seit der Begegnung vergangene Zeit, die Dauer des Zusammentreffens, das Übertragungsrisiko und den Dämpfungswert. Der Dämpfungswert dient dazu, den Abstand zur Person grob zu ermitteln. Denn das Bluetooth-Signal schwächt sich bei zunehmender Entfernung ab, was die App in Meter umrechnet kann. Was nicht berücksichtigt werden kann, ist zum Beispiel, ob die Person eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen oder der Kontakt drinnen oder draußen stattgefunden hat. Da die App fortwährend aktualisiert wird, hat sich seit ihrem Erscheinen auch die Berechnung des Riskoscore verändert. Momentan werden die Risikobegegnungen wie folgt angezeigt:
  • erhöhtes Risiko (rot)
    Innerhalb der vergangenen 14 Tage hat es Kontakt mit mindestens einer Person gegeben, die nachweislich positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde. Dabei befanden sich die Handys innerhalb einer halben Stunde länger als 15 Minuten in der Nähe, haben also einen bestimmten Dämpfungsfaktor unterschritten.
    Zusätzlich zählt die App die Minuten der Risikobegegnungen pro Tag zusammen. Hatte man mehrere kurzzeitige (also grüne) Risikobegegnungen, die insgesamt länger als 15 Minuten dauern, wird der Warnhinweis rot.
    Außerdem wird Ihnen angezeigt, an wie vielen Tagen Sie einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt waren und an welchem Datum die letzte Begegnung mit erhöhtem Risiko stattgefunden hat.
  • niedriges Risiko (grün)
    Es hat innerhalb der letzten 14 Tage entweder keine Begegnung mit einer Person gegeben, die nachweislich positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Oder es gab eine Risikobegegnung, bei der die Person zu weit entfernt oder die Begegnung zu kurz war – oder beides.Die App zeigt dann die Anzahl an Tagen an, an denen Risikobegegnungen innerhalb der letzten 14 Tage stattgefunden haben.
  • unbekanntes Risiko (grau)
    Das bedeutet Risikoermittlung nicht möglich. Die Risiko-Ermittlung kann nur stattfinden, wenn Bluetooth – und bei Android-Handys auch das GPS – eingeschaltet ist. War diese Risikoermittlung zu kurz aktiviert, konnte das Infektionsrisiko nicht berechnet werden.

Wie verhalte ich mich bei einem grünen und bei einem roten Warnhinweis?

Zeigt das Handy einen roten Warnhinweis, also ein erhöhtes Infektionsrisiko an, heißt das zunächst einmal, dass Sie sich möglicherweise infiziert haben könnten. Nicht, dass Sie sich sicher angesteckt haben. Die App gibt hier erste Ratschläge:
  • Gehen Sie umgehend nach Hause
  • Reduzieren Sie Begegnungen
  • Melden Sie sich telefonisch in Ihrer hausärztlichen Praxis, beim Gesundheitsamt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst. Den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie unter der 116 117.
In diesem Gespräch wird geklärt, ob ein Test auf Sars-CoV-2 sinnvoll ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die Person typische Symptome einer Infektion zeigt, Kontakt mit Risikogruppen hat oder beispielsweise in Kitas oder Schulen arbeitet.

Zeigt das Handy einen grünen Warnhinweis müssen Sie – sofern Sie keine Symptome zeigen – weder die ärztliche Praxis kontaktieren, noch in Quarantäne oder einen Test machen. Das Robert-Koch-Institut betont, dennoch sorgfältig die AHA-Regeln zu beherzigen: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske tragen – kurz AHA-Regeln.