Informationen für Flüchtlinge und Anbieter von Wohnraum

Geflüchtete aus der Ukraine, die privat eine Unterkunft im Landkreis München gefunden haben, müssen sich innerhalb der ersten 90 Tage nach ihrer Ankunft im Rathaus registrieren. Hier bitten wir Sie einen Termin im Einwohnermeldeamt unter: 08170/9300-29 zu vereinbaren.

Desweitern bitten wir Sie darum das Online-Formular auszufüllen:

Das Benutzen des MVV ist vorerst mit einem ukrainischen Ausweisdokument kostenlos möglich.

Für weiter Informationen verweisen wir auf die Homepage vom Landkreis München. Zu finden hier: Landratsamt München

Hinweiszettel, auf denen beschrieben ist, wie sich Personen mit privater Unterkunft bei der ROB melden können, finden Sie hier:

Das Ankunftszentrum der ROB ist am Wochenende bei Bedarf Tag und Nacht besetzt und für Sie unter 089/4535459103 erreichbar.

Hinweisen möchten wir Sie noch auf die bayernweite Plattform für Hilfsangebote: Bürger, die helfen wollen verweisen wir auf die Seite des Innenministeriums.

Sie haben verfügbaren Wohnraum und möchten helfen?

Sind haben Wohnraum, den Sie vermieten können und wollen Geflüchteten aus der Ukraine helfen, für mindestens ein Jahr, bei Interesse auch gerne länger, eine sichere Bleibe zu finden?

Aus aktuellem Anlass wird insbesondere für Menschen aus der Ukraine dringend Wohnraum benötigt. Viele geflüchtete Familien und Alleinstehende sind bereits seit einiger Zeit im Landkreis München, haben aber keine eigene Wohnung.

Auch private Wohnungseigentümer aus dem Landkreis München können im Rahmen eines Mietverhältnisses leerstehende Wohnungen für Geflüchtete aus der Ukraine anbieten. Die Unterbringung in den Häusern und Wohnungen privater Vermieter beschleunigt durch den persönlichen Kontakt zu Nachbarn häufig die Integration.

Der Mietpreis für die nach Möglichkeit unmöblierte Wohnung sollte sich an der ortsüblichen Vergleichsmiete, entsprechend der Ausstattung und Wohnlage, orientieren. Die Besichtigung des angebotenen Wohnraums erfolgt durch die Gemeinde im Auftrag des Landratsamts. Haben beide Seiten Interesse an einem Mietverhältnis, erfolgt der Abschluss eines Mietvertrags zwischen Ihnen als Vermieter und dem Landratsamt München, welches im Auftrag des Freistaats Bayern als zuverlässiger Mieter die Kosten der Unterkunft übernimmt.

Eine Übernahme/Ablöse von Küchen oder anderem Inventar ist nicht möglich. Ebenso erfolgt keine Anmietung von Kellerabteilen und/oder Garagen.

Wer in die Wohnung einzieht, wird in enger Abstimmung durch die Gemeinde und das Landratsamt München festgelegt. Der Wohnraum soll ukrainischen Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden, die sich bereits jetzt im Landkreis München aufhalten. Im Rahmen der Möglichkeiten wird dabei darauf geachtet, dass insbesondere Personen den Zuschlag für den Wohnraum erhalten, die sich schon in den vergangenen Wochen und Monaten in der Gemeinde aufgehalten und erste Kontakte geknüpft haben. Ein Anspruch auf Belegung mit bereits ortsansässigen Personen besteht jedoch nicht.

Kontakt:

Für weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an:
karin.sommer@strasslach.de, Tel.: 08170/930026

Die Gemeinde und das Landratsamt München dankt für Ihre Mithilfe.

Ab dem 03.05.2022 gibt es einen Online-Antrag auf der Landkreis-Homepage, mit dem BürgerInnen, die kostenfrei UkrainerInnen bei sich aufgenommen haben, einen Zuschuss zu den Wohnnebenkosten beantragen können. Weiter Informationen finden Sie hier.

Für alle Menschen, die überlegen, Leute aus der Ukraine bei sich zu Hause aufzunehmen, haben wir sieben Tipps:

1. Überlegen Sie sich, ob Sie diese Verantwortung annehmen wollen. Niemand kann gerade
sagen, wie lange die Menschen Ihre Hilfe brauchen werden. Und eine Unterkunft nur für
zwei oder drei Tage anzubieten ist aktuell leider wenig hilfreich.

2. Klären Sie die räumliche Situation. Gibt es Rückzugsmöglichkeiten für beide Seiten? Eine
freistehende Einliegerwohnung zum Beispiel ist optimal. Wenn es gar keine
Rückzugsmöglichkeiten gibt, raten wir eindeutig davon ab, Flüchtlinge aufzunehmen.

3. Stellen Sie sich darauf ein, dass die Situation emotional und psychisch anstrengend wird. Es geht schließlich um Menschen, die vor einem schrecklichen Krieg geflohen sind und mit
großer Wahrscheinlichkeit große Sorgen um ihre Angehörigen in der Ukraine haben. Wie
gehen Sie zum Beispiel damit um, falls jemand nachts weinend aufwacht? Denn auch
Traumatisierungen können vorkommen.

4. Fragen Sie sich, ob Ihr selbst genügend Rückhalt habt, falls es Konflikte gibt. Ein Netzwerk
von Freund*innen und Familienangehörigen, die im Zweifel unterstützen können, ist
extrem hilfreich.

5. Hinterfragen Sie Ihre eigenen Beweggründe. Haben Sie realistische Erwartungen an die
Aufnahme? Haben Sie andere Hoffnungen? Sind Sie zum Beispiel eigentlich selbst auf der
Suche nach Freundschaft oder nach familiärem Anschluss? Denn diese Erwartungen
können leicht enttäuscht werden.

6. Suchen Sie sich in jedem Fall früh professionelle Unterstützung und Ratschläge. Zum Beispiel, in dem Sie Kontakt zu einer Migrationsberatungsstelle oder einer anderen spezialisierten Beratungsstelle aufnehmen. Diese haben auch große Erfahrungen mit rechtlichen Fragen.

7. Nehmen Sie unbedingt Kontakt zur Gemeinde auf. Denn nur wenn wir über Ihr
Engagement Bescheid wissen, können wir auch unterstützen und unserer koordinierenden
Rolle gerecht werden.